Juckreiz in der Nacht: Ursachen und Behandlung

Die Haut ist unser größtes Organ und schützt unseren Körper vor der Außenwelt. Veränderungen des Hautbildes wie Flecken, Bläschen oder rissige Stellen sollte man daher ernst nehmen. Juckreiz (Pruritus) ist ein Signal des Körpers, dass etwas nicht stimmt. In Deutschland und Österreich sind etwa 14-15 Prozent der Bevölkerung von chronischem Juckreiz betroffen.

Unterschied zwischen Hautausschlag und Ekzem

Es besteht ein Unterschied zwischen einem Hautausschlag, auch Exanthem genannt, und einem Ekzem. Ein Hautausschlag taucht meist als Symptom auf, wobei Allergien, Unverträglichkeiten oder Infekte für den Ausbruch verantwortlich sein können. Im Gegensatz dazu werden Ekzeme überwiegend durch äußere Faktoren, wie eine Kontaktallergie, verursacht. Dabei handelt es sich um eine Entzündung der obersten Hautschicht. Mit bis zu 20 Prozent stellen sie den größten Anteil an Hauterkrankungen dar und sind ein Sammelbegriff für entzündliche, meist juckende, nicht ansteckende Hauterkrankungen.

Allerdings gibt es neben exogenen auch endogene Ekzeme. Diese betreffen etwa zehn Prozent der Bevölkerung, die eine entsprechende genetische Veranlagung mitbringen. Das häufigste endogene Ekzem ist das sogenannte atopische Ekzem - die Neurodermitis.

Häufige Ursachen für Juckreiz

Ursache Nr. 1: Allergische Reaktionen

Eine der häufigsten Ursachen für unangenehme Hautausschläge ist eine allergische Reaktion. Ein Nesselausschlag beispielweise ist ein typisches Anzeichen für eine Histamin-Intoleranz. Sie kann aber auch ein mögliches Symptom einer Tierhaarallergie sein. Die atopische Dermatitis, besser bekannt unter dem Namen Neurodermitis, ist wahrscheinlich die häufigste Erkrankung der Haut, die mit einer allergischen Reaktion einhergeht. Als Auslöser gelten unter anderem Allergene aus der Luft, wie beispielsweise Gräser und Pollen oder Nahrungsmittelallergien.

Aber Vorsicht! Auch wenn Sie kein Allergiker sind, können solche Hautirritationen auftreten. Das sogenannte toxische Kontaktekzem bzw. eine Kontaktallergie kann sowohl bei Allergikern als auch bei Nicht-Allergikern auftreten. Häufig wird sie durch bestimmte Reinigungsmittel verursacht, mit denen die Haut in Kontakt getreten ist. Aber auch bestimmte Pflanzen oder Stoffe wie Latex können bei Menschen, die viel damit agieren, zu Ausschlägen führen. Die Hautveränderungen treten in der Regel genau in dem Bereich auf, der mit einer gewissen Substanz in Kontakt gekommen ist. Typische Reaktionen sind Rötungen und Juckreiz, bei schweren Formen kann sogar eine Bläschenbildung auftreten. Als Folge kann die Haut schuppig werden und verkrusten.

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Auch Kosmetikartikel können zu derartigen Kontaktekzemen führen. Wenn Ihre Haut nach einem Produktwechsel empfindlich reagiert, kann es also durchaus sein, dass ein bestimmter Inhaltsstoff diese Hautirritation hervorgerufen hat. Speziell Konservierungsmittel oder Duftstoffe gelten hier als typische Auslöser. Viele Menschen reagieren auch überempfindlich auf die Inhaltsstoffe bestimmter Sonnenöle. Die so genannte Mallorca-Akne ist ein Beispiel dafür.

Nach den Atemwegen ist die Haut jene Körperstelle, an der sich Allergiesymptome am häufigsten äußern. In den meisten Fällen reagiert sie bei Kontakt mit verschiedenen Stoffen wie Reinigungsmitteln oder Tierhaaren.

Ursache Nr. 2: Infektionskrankheiten

Bei Kindern ein riesen Thema, bei Erwachsenen jedoch seltener, sind Infektionskrankheiten als Auslöser eines Ausschlags. Masern, Windpocken, die Hand-Fuß-Mund-Krankheit, Scharlach oder das Dreitagefieber - sie alle gehen mit zum Teil hochansteckenden Hautausschlägen einher. Bei Erwachsenen kann es passieren, dass eine wiederauflebende Infektion mit Herpes-zoster-Viren (diese lösen beim Erstkontakt Windpocken aus) zu einem schmerzhaften Hautausschlag im Rücken-Brust-Bereich, im Gesicht oder am Ohr führt.

Ebenfalls ein Alarmzeichen der Haut und ein Grund, in jedem Fall den Arzt aufzusuchen, sind Rötungen, die sich ringförmig um die Einstichstelle ausbreiten (Wanderröte). Zahlreiche Infektionskrankheiten, allen voran die typischen „Kinderkrankheiten“, gehen mit einem Hautausschlag einher.

Die häufigsten Verursacher dieser Infektionen sind:

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  • Bakterien: Scharlach, Wundrose, Borreliose
  • Viren: Gürtelrose, Masern, Windpocken, Röteln, Hand-Fuß-Mund-Krankheit
  • Pilze: Fußpilz, Hautflechte
  • Parasiten: Milben (Krätze-Hautausschlag)

Ursache Nr. 3: Veneninsuffizienz

Auch eine gestörte Funktion der Venen, in der Fachsprache als Veneninsuffizienz bezeichnet, ist ein möglicher Auslöser von Hautirritationen. In diesem Fall spricht man von einem Stauungsekzem oder einer Stauungsdermatitis. Diese äußert sich meist in Form von bläulichen oder rötlichen Verfärbungen der Haut, die einen Juckreiz verursachen können. Zu den weiteren möglichen Beschwerden zählen Schmerzen in den Waden sowie geschwollene und schwere Beine. Beim Stehen verschlimmert sich dieser Zustand. Auslöser ist eine schlechte Durchblutung. In der Folge sammelt sich Blut in den Venen der Unterschenkel an.

Ursache Nr. 4: Diabetes

Bei bis zu 80 Prozent der Menschen mit Diabetes treten bereits im Frühstadium Hautveränderungen auf. Der Grund: Der Körper scheidet überschüssigen Zucker vermehrt über den Urin aus und verliert dadurch so viel Wasser, dass die Haut trocken wird. Die Folge ist rissige, juckende und leicht verletzliche Haut, über die Krankheitserreger wie Pilze oder Bakterien leicht eindringen können.

Rund die Hälfte aller Diabetiker kennt aus leidvoller, eigener Erfahrung die sogenannte diabetische Dermopathie. Dabei bilden sich meist an den Unterschenkeln schmerzlose, scharf begrenzte ovale rötlich-braune gerötete Areale. Die Haut gilt als Frühwarnsystem bei Diabetes. Eine trockene, rissige Haut kann ein erstes Anzeichen sein. Sie entsteht, da der Körper verstärkt Zucker über den Urin ausscheidet und dabei Flüssigkeit verliert.

Patienten mit Diabetes leiden zudem häufig an Nervenschäden und Durchblutungsstörungen, die begünstigende Faktoren von Hautveränderungen sind. Durch eine schlechte Durchblutung leidet die Nährstoffversorgung der Haut und sie wird trocken und empfindlich. Auch die Wundheilung verschlechtert sich. Nervenschädigungen führen dazu, dass Patienten warnende Schmerzen weniger wahrnehmen.

Ursache Nr. 5: Medikamente

Nahezu jedes Medikament kann Nebenwirkungen haben. Wenn diese auftreten, ist die Haut am häufigsten betroffen. Das sogenannte Arzneimittelexanthem ist mit rund 40 Prozent die häufigste Variante allergischer Arzneimittelreaktionen. Typische Anzeichen sind klein- oder großfleckige Ausschläge. Wie schnell der Körper auf ein Arzneimittel reagiert, ist sehr unterschiedlich. Zum Teil treten Hautausschläge innerhalb von Minuten auf, andere erst verzögert zwischen dem siebten bis zwölften Tag.

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Zu den häufigsten Medikamenten, die eine Arzneimittelallergie bzw. -pseudoallergie hervorrufen können, gehören Antibiotika, Schmerz- und Rheumamedikamente, Insuline, Heparine, Schilddrüsenhormone, Anti-Epileptika und Psychopharmaka sowie Gicht- und Herz-Kreislauf-Medikamente. Gerade in der Kombination mit Sonneneinstrahlung kann auch Johanneskraut, ein Mittel, das bei leichten Depressionen verschrieben wird, zu Hautreaktionen führen. In diesen Fällen, also bei einer Wechselwirkung zwischen Arzneimitteln und Sonnenstrahlung, spricht man in Fachkreisen von einem sogenannten photoallergischen Ekzem.

Viele Menschen reagieren überempfindlich auf bestimmte Inhaltstoffe von Medikamenten.

Auslöser solcher Hautausschläge sind häufig:

  • Antibiotika: Speziell Penicillin kann rot, knotig-fleckig und stark juckenden Ausschlag verursachen. Ein derartiges Exanthem beginnt meist am Körperstamm, Nacken und Gesicht und breitet sich weiter über Arme und Beine aus.
  • Schmerzmittel
  • Anti-Epileptika
  • Psychopharmaka wie Antidepressiva
  • Röntgenkontrastmittel
  • Lokalanästhetika
  • Blutdrucksenker
  • Schildrüsenhormone
  • Insuline
  • Heparine

Ursache Nr. 6: Übermäßige Hautpflege

Immer wieder überfordern Menschen ihre Haut mit einem Übermaß an Pflege- und Kosmetikprodukten. Wer zu viele Pflegemittel mit unterschiedlichen Zusammensetzungen oder für den falschen Hauttyp verwendet, kann der Haut auf Dauer mehr schaden als nützen. Denn ein zu viel an Pflege zerstört den natürlichen Säureschutzmantel der Haut, was sie anfälliger macht. Auch übermäßiges Duschen oder Baden kann ein derartiges Ekzem, genannt periorale Dermatitis oder Mundrose, begünstigen. Zusätzlich können äußere Einflüsse wie die Einnahme der Antibabypille oder Sonnenlicht diese Irritationen auslösen bzw.

Die häufigsten Symptome sind kleine rötliche Knoten mit Eiterbläschen, die rund um den Mund und die Augen auftreten. Aus Unwissenheit reagieren viele falsch und setzen noch mehr bzw. zusätzliche Pflegeprodukte ein. Hilfreich ist jedoch nur das Gegenteil. Wer im Übermaß zu Pflegeprodukten und Kosmetika greift, läuft Gefahr an einer sogenannten Mundrose zu erkranken. Dabei ist speziell die Haut um den Mund gereizt, entzündet, gerötet und bildet Knötchen und Bläschen. Auch die Regionen um die Nase oder Augen können betroffen sein. Die Erkrankung ist harmlos, sollte aber ärztlich abgeklärt werden.

Neurodermitis und Juckreiz

„Sie wird rot, sie spannt, es kommt zu Ekzemen, die unerträglich jucken. Besonders in der Nacht“, erzählt Stefanie P.*, 26 Jahre. Nächtliches Schwitzen reizt die Haut zusätzlich, Hitze verstärkt die Schmerzen und das Jucken. Linderung bringen zumindest für einige Stunden kalte Duschen und Umschläge sowie Salben mit Kortison. Doch so richtig zur Ruhe kommt sie während eines akuten Neurodermitis-Schubes nicht, am nächsten Tag macht ihr der fehlende Schlaf sehr zu schaffen.

Mit den Problemen der starken Müdigkeit, mangelnder Konzentration und Gereiztheit ist die junge Frau nicht allein. Forschungsergebnisse bei Erwachsenen haben gezeigt, dass Patienten mit Neurodermitis häufiger unter Schlafstörungen leiden als beschwerdefreie Erwachsene - und mit ihnen auch der Partner. Denn die Abfolge verschiedener Schlafstadien im Lauf der Nacht ist massiv gestört. Das beginnt bereits beim Einschlafen, das sehr lange dauern kann. Die Juckreiz-Attacken führen zu häufigem Aufwachen, erneutes Einschlafen fällt sehr schwer.

In manchen Fällen kann die Schlafproblematik auch körperliche Beschwerden wie beispielsweise Magen-Darmprobleme hervorrufen, für ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung), mitverantwortlich sein oder Beeinträchtigungen im Hormonhaushalt etwa bei den Wachstumshormonen auslösen. Bei Kindern mit Neurodermitis sind nach den nächtlichen Juckattacken häufig Wohlbefinden und Selbstbewusstsein beeinträchtigt. Noch dazu zieht die stark gerötete Haut ungewollte, oft verständnislose Blicke der Umgebung auf sich.

Bis zu 20 Prozent der Kinder und immerhin bis zu zehn Prozent der Erwachsenen betrifft diese Hauterkrankung, bei der die Barrierefunktion der Haut gestört ist. Ursache dafür ist ein überaktives Immunsystem. Die verschiedenen Hautareale sind auch unterschiedlich stark betroffen. Bis zum zweiten Lebensjahr herrschen meist Ekzeme im Gesicht, auf der Kopfhaut und an den Streckseiten der Extremitäten vor; später sind es oft Beugeekzeme - etwa im Bereich der Ellenbeugen oder Kniekehlen. Bei Erwachsenen kommt es - je nachdem wie stark die Haut belastet wird - zu Handekzemen.

Die Haut von Neurodermitis-Betroffenen hat es doppelt schwer: durch die defekte Hautbarriere können Krankheitserreger leichter eindringen. Noch dazu kommt, dass das Immunsystem Botenstoffe ausschüttet, die Entzündungen in der Haut auslösen - es kommt zum gefürchteten Juckreiz.

„Die Stärkung der Hautbarriere auch in beschwerdefreien Zeiten ist die Basis der Therapie“, betont Univ. Prof. Dr. Matthias Schmuth, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie (ÖGDV). Dafür gibt es sehr gute rückfettende Cremen, die die Geschmeidigkeit der Haut fördern. Die Unterstützung der Hautbarriere kann viel bewirken.

Schmuth: „Schmiert man Neugeborene, die erblich bedingt ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung der Neurodermitis haben, regelmäßig mit rückfettenden Cremen ein, so lässt sich der Ausbruch der Erkrankung bei der Hälfte der Kinder verhindern bzw. Bei einem akuten Entzündungsschub der Haut bringen Salben und Cremen mit Kortison Linderung bzw. gibt es bei Unverträglichkeit auch kortisonfreie Entzündungshemmer, sogenannte Calcineurin-Antagonisten. Auch hier ist es wichtig, nicht nur in der Phase des Schubes zu behandeln, sondern wenn sich die Haut wieder beruhigt hat, mit der rückfettenden Basistherapie weiter zu cremen - damit Neurodermitis-Schübe nicht so oft auftreten bzw.

Reicht bei mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis die lokale Behandlung nicht mehr aus, kommen Medikamente in Form von Tabletten bzw. Injektionen zum Einsatz. Bei den Tabletten dämpfen Wirkstoffe wie Cyclosporin, Azathioprin oder Methotrexat die Botenstoffe, die von der entzündeten Haut ausgeschüttet werden. Seit dem Vorjahr gibt es bei schwerer Neurodermitis zusätzlich eine gezielte Antikörpertherapie, die mit Injektionen verabreicht wird. „Durch die Injektion des Antikörpers alle zwei Wochen werden Entzündungsreaktionen und Juckreiz gelindert, die geschädigte Haut kann sich rascher erholen“, sagt Schmuth.

Vor allem jene, die von schweren Symptomen geplagt werden, klagen laut Studien häufig über ängstliche und depressive Gefühle - die psychische Belastung trifft Kinder wie Erwachsene mit schwerer atopischer Dermatitis gleichermaßen.

Was tun gegen Juckreiz?

Um herauszufinden, was das lästige Jucken verursacht, fragt der Mediziner zunächst nach den Symptomen, wie sie sich äußern und wie lange sie bereits bestehen. Diese sogenannte Anamnese bietet oftmals erste Hinweis auf eine mögliche Ursache. Es folgt eine körperliche Untersuchung der juckenden Areale.

Um den Juckreiz in den Griff zu bekommen, ist es entscheidend, seine Ursache zu behandeln und nicht das Symptom. Ist der Auslöser zum Beispiel eine Hauterkrankung, gehört die betreffende Person in die Hände eines Hautarztes. Für Nieren- oder Leberprobleme sowie Erkrankungen des Stoffwechsels ist in der Regel ein Internist zuständig. Steht der Verdacht auf ein neurologisches, psychisches oder onkologisches Problem im Raum, sollte die Überweisung an einen Neurologen, Psychiater oder Krebsmediziner erfolgen.

Um kurzfristig Abhilfe gegen den Juckreiz zu schaffen, können auch Medikamente angewendet werden wie Glukokortikoide (Kortison), Antihistaminika oder juckreizstillende Externa (Mittel zur äußeren Anwendung auf der Haut). Trotzdem muss natürlich die grundsätzliche Ursache behandelt werden.

Tipps zur Linderung von Juckreiz

  • Sorgen Sie dafür, dass die Raumluft ausreichend befeuchtet ist. Dies verhindert, dass die Haut austrocknet, vor allem in der kalten Jahreszeit. Nutzen Sie ein Hygrometer, um die Luftfeuchtigkeit zu messen.
  • Verzichten Sie darauf, jeden Tag zu duschen oder zu baden und wählen Sie eine nicht zu heiße Wassertemperatur.
  • Pflegen Sie Ihre Haut nach jeder Reinigung.

Hausmittel und Tipps für besseren Schlaf trotz Juckreiz

  • Aromaöl: Die Blüten des auf den Philippinen beheimateten Ylang-Ylang-Baumes helfen gegen Schlafprobleme, Nervosität, Stress und depressive Verstimmungen. Einfach ein paar Tropfen des ätherischen Öles in eine Duftlampe geben und mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen anzünden. Auch der bei uns beheimatete Lavendel beruhigt die Nerven und kann als Duftöl gekauft werden. Die Einnahme von Hopfendragees soll ebenfalls beruhigend wirken.
  • Schlaftrunk: Bereite dir eine wohltuende Tasse Kräutertee vor dem Bettgehen zu. Es gibt spezielle Abendkräutermischungen in der Apotheke oder im Reformhaus, die den Schlaf fördern mit Zutaten wie Baldrian oder Melisse. Auch das Getränk aus unseren Kindertagen - ein Glas warme Milch mit Honig wirkt beruhigend. Nicht ideal hingegen ist ein hohes Maß an Alkohol.
  • Licht: Aus Sorge für eine dunkle und stille Atmosphäre, in dem du die Jalousien ganz runterlässt. Dicke Vorhänge sind meist Staubfänger und daher nicht geeignet.
  • Idealtemperatur: Vor dem Schlafengehen solltest du den Raum noch mal gut durchlüften und den Raum mit Frischluft versorgen. Achte außerdem auf die ideale Max-Temperatur, die bei ca. 18 Grad im Schlafzimmer liegt.
  • Routine: Gewöhne dir einen regelmäßigen Schlafrhythmus an. Versuche daher immer zur gleichen Zeit schlafen zu gehen und zur gleichen Zeit aufzustehen, damit kann sich deine innere Uhr besser drauf einstellen.
  • Frischluft: Ein gemütlicher Spaziergang am Abend hilft Spannungen abzubauen und Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen.
  • Körperarbeit: Entspannungsübungen unterstützen den Körper ebenfalls wirksam. Es gibt zum Beispiel spezielle Yogaübungen, die angenehm müde machen. Aber auch autogenes Training oder progressive Muskelentspannung nach Jacobsen sind wirksame Methoden zur Beruhigung.
  • Vollbad: Entspanne dich in einem Vollbad und creme dich danach gut ein. Wenn du weniger Zeit hast, dann hilft auch ein warmes Fußbad als Alternative.
  • Gerätelos: Verbanne alle Geräte, die nichts mit dem Schlafen zu tun haben wie technische Geräte (Handy, Fernseher), aber auch alle Uhren. Den Wecker solltest du so stellen, dass du die Uhrzeit nicht siehst.

Wenn alle diese Tipps nicht helfen und du nicht schlafen kannst, folgt hier unser letzter Tipp: Bleibe nicht im Bett liegen, sondern stehe auf und lenke dich mit Lesen oder Fernsehen ab. Oder ordne deine Gedanken, indem du sie niederschreibst.

Wann zum Arzt?

Juckende Haut nach einem Insektenstich oder einer allergischen Reaktion ist zwar sehr unangenehm, vergeht aber meistens innerhalb kurzer Zeit von allein. Diese einmalig auftretenden Ereignisse sind kein Grund, einen Arzt aufzusuchen. Kommt es aber immer wieder zu anhaltendem Juckreiz, der ohne ersichtlichen Grund auftritt, empfiehlt es sich, dass ein Facharzt den Pruritus unter die Lupe nimmt.

Allgemein empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen, wenn:

  • Der Pruritus ungewöhnlich lange und ohne ersichtlichen Grund (am ganzen Körper) auftritt
  • Zusätzliche Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit oder Fieber hinzukommen
  • Die Haut neben dem Juckreiz weitere Veränderungen aufweist

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